Weltweit vor Ort mit der AR-Service-App

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Wie gelingt eine schnelle und professionelle Hilfe bei komplexen Anlagenstörungen in Zeiten wie dieser, in denen Kontakte und Reisen eingeschränkt oder nur mit großem zeitlichen Aufwand verbunden sind? „Beam me up, Scotty!“ würde es bei Star Trek heißen. Beim Maschinenbauer Venjakob funktioniert der Echtzeit-Support zeitgemäß über eine Augmented-Reality-Lösung.

Wer eine Anlage von Venjakob betreibt, soll hinsichtlich der Maschinenverfügbarkeit auch in angespannten Situationen völlig entspannt bleiben. Deswegen setzte Venjakob schon früh auf moderne IT-Lösungen im technischen Support. Bereits seit 2002 wird z. B. der Remote-Service genutzt, um aus der Ferne auf die Anlagensteuerung der Maschine beim Kunden zugreifen zu können. Im Frühjahr 2019 wurde dem Fachpublikum der Ligna in Hannover schließlich die neueste Errungenschaft präsentiert: eine AR-Service-App.

Das Ziel der neuen Augmented-Reality-Lösung: Bei der Behebung von Anlagenstörungen oder zusätzlichen Hilfestellungen soll die Unterstützung durch den Servicetechniker ebenso so gut funktionieren, als wäre dieser direkt vor Ort. Sprachbarrieren oder technische Erklärungsnöte des Anlagenbedieners, wie sie beispielsweise beim Telefonsupport auftreten, spielten mit der AR-Service-App keine Rolle mehr. Mittels einer AR-Brille, genannt Smart Glasses, einem Smartphone oder Tablet könne der Servicetechniker aus der Ferne genau den Augen des Anlagenbedieners vor Ort folgen und diesen exakt anleiten, beschreibt das Unternehmen seinen „Digital Service“.

Augmented-Reality ist mehr als eine Spielerei

Und wie nehmen die Venjakob-Kunden die AR-Service-App an? Christian Frenzel vom technischen Support: „Die Kunden reagieren positiv darauf, weil Fehler schneller erkannt und abgearbeitet werden können. Es gab auch verhaltene Reaktionen im Vorfeld. Sobald aber jemand selbst erlebt hat, wie ihm die App weiterhilft, wird Augmented-Reality nicht mehr als Spielerei abgetan.“

Derzeit wird die AR-Service-App nicht nur zur Behebung von Anlagenstörungen eingesetzt, sondern auch zur Optimierung von Prozessabläufen, oder um Hilfestellung zu geben, wenn das Remote-System über den PC des Kunden nicht erreichbar ist. Bei Venjakob ist man froh darüber, dass man mit dieser neuen Technologie schon Erfahrungen sammeln konnte. Denn aufgrund der noch anhaltenden Reisebeschränkungen rechnet man damit, dass die Nachfrage nach dem digitalen Service schnell steigen wird.

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