Neuentwicklung von Venjakob
Schmelzkleberauftrag mit induktiv beheizten Walzen
Wenn in der Industrie Materialien automatisiert miteinander verklebt werden sollen, bietet die Schmelzkleberapplikation im Walzverfahren eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Anwendungsfälle. Für die benötigte Erwärmung der Walzen wurden bisher hauptsächlich Thermoöl und Wasser eingesetzt. Venjakob, Spezialist für individuelle Beschichtungslösungen, ist nach eigenen Angaben bisher der einzige serienmäßige Anbieter von Schmelzkleber-Walzenauftragsmaschinen mit induktiver Behzeitung der Walzen. Die Anwender profitieren von niedrigeren Energie- und Betriebskosten und verringern gleichzeitig ihren CO₂-Ausstoß.
Schmelzklebstoffe kommen unter anderem zum Einsatz, um Küchenfronten, Möbel oder Türen mit dekorativen Oberflächen auszustatten, mehrlagige Fußbodenaufbauten miteinander zu verbinden oder schalldämmende Elemente aufzubringen. Je nach Anforderung werden dafür verschiedene Klebstoffe verwendet.
Seit 2016 entwickelt das ostwestfälische Familienunternehmen Venjakob in einer Technologie-Partnerschaft mit Wo-Tech anwenderorientierte Walzmaschinen zur Applikation von Lacken, Spachtelmassen und Klebstoffen.
Induktive Heizung versus Öl oder Wasser
Bei den Klebstoffen unterscheidet man zwischen kalten Klebstoffen und Schmelzklebstoffen. Für das Aufschmelzen des Klebstoffs in der Dosierwalze sind Temperaturen zwischen 120 und 180°C erforderlich. Bisher gab es nur die Möglichkeit, flüssige Wärmeträgermedien wie Thermoöl oder Wasser zu verwenden. Die Beheizung mit Wasser ist dabei nur bis zu einer Temperatur von 160°C möglich. Thermoöl kann dagegen bis zu 260°C erhitzt werden und kommt daher häufiger zum Einsatz. Dafür benötigt beispielsweise ein externes Heizaggregat mit Öl die doppelte Leistung gegenüber der Beheizung mit Wasser.
Hinzu kommt, dass sich Öl bei Erwärmung ausdehnt. Für den Betrieb mit Wärmeträgermedien müssen viele Vorkehrungen getroffen werden. Das Öl muss regelmäßig gewechselt und als Sondermüll fachgerecht entsorgt werden.
Patrick Ade, Vertriebsingenieur bei Venjakob, die Nachteile von Öl als Wärmemedium

Folglich suchte man bei Venjakob nach einer umweltschonenderen und energieeffizienteren Alternative. In einem internen Brainstorming entstand die Idee, Induktoren in die Dosierwalzen zu verbauen. Diese erzeugen ein Magnetfeld, das den Mantel der Walze bis auf 210°C erwärmt. Diese technische Lösung bietet viele Vorteile. Sie verzichtet auf eine externe Peripherie. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig über der Walzenoberfläche. Es gibt keine Wärmeverluste zum Beispiel an Ölleitungen.
Das System ist einfach und wartungsarm und der Betrieb deutlich günstiger als vergleichbare Systeme mit einem externen Wärmemedium.
Patrick Ade, Vertriebsingenieur bei Venjakob, die Nachteile von Öl als Wärmemedium

Die ersten Walzenauftragsmaschinen von Venjakob mit induktiver Beheizung sind bereits bei Kunden aus der Möbelindustrie und anderen Branchen im Einsatz. Die genannten Vorteile können von diesen bestätigt werden.
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